TEMENT IZ

Zwischen Leidenschaft und Mythos  

Tement «IZ»

Als Louis Pasteur einst das Verfahren der intrazellulären Gärung beschrieben hat, war die Anwendung auf Rotweine beschränkt, die fruchtig und jung zu trinken sein sollten. Manfred und Armin Tement haben die damals gezogenen Grenzen überwunden

 

und die intrazelluläre Gärung für Weißwein etabliert. Das Ergebnis sind Weine die ihre Herkunft noch stärker betonen und alle Informationen wiedergeben, die der Rebstock über ein Jahr hindurch produziert und gespeichert hat.

 

Armin Tement
Es kann bis zu fünf Jahre dauern, ehe der Wein so ist, wie wir ihn uns vorstellen. Im ersten Jahr zeigte sich der Wein dunkelbraun, fast schwarz. Im zweiten orange, im dritten goldig, im vierten gab es erste grüne Reflexe. Als würde die Uhr rückwärts ticken. So wie im Film Benjamin Button.

Keine Frage, es ist ein aufwändiges Verfahren, dem sich Armin und Manfred Tement hier verschrieben haben. Es funktioniert nur mit vollkommen intakten Trauben, die zudem auch noch kleinbeerig und robust sein müssen. Anforderungen, denen das Traubenmaterial nicht jedes Jahr gerecht wird. 

Schon bei der Lese werden die Beeren händisch vom Stielgerüst gezupft und anschließend sorgsam in geschlossene Edelstahltanks gelegt. Im Tank müssen die Beeren mit CO2 überdeckt werden, damit Essigbakterien und Pilze die Vergärung nicht negativ beeinträchtigen. Nach einigen Tagen beginnt dann die Gärung. Nur langsam schließen die Enzyme die Zellen innerhalb der Beere auf. Nach 70 bis 100 Tagen haben die Beeren 7 - 9 % Alkohol aufgebaut. Der Tank wird wieder geöffnet und die noch immer frisch aussehenden Trauben können gepresst werden.

Den Geschmack der Beeren beschreibt Armin als "leicht prickelnd, süß und herb zugleich". Nach dem Pressen bleibt der Most über viele Monate im neutralen Eichenfass. Wie lange der Wein braucht entscheidet er selbst, die jahrelange Erfahrung von Manfred und Armin helfen dabei. 

 

 

2005 waren es 16 Monate, 2012 waren es sogar 4 1/2 Jahre. Während dieser Zeit bleibt die Hefe beim Wein, er wird weder bewegt noch geschwefelt. Die extrem lange Vergärung und Mazeration der Beeren schließt Informationen von Weinberg, Rebsorte und Jahrgang in einer Hülle auf, die der normale Wein nicht hat, ob das nun gut ist oder nicht. Die Zeit reduziert diese Information auf das Wesentliche. Die Phenolstruktur entsteht durch den langen Beerenkontakt, die schonende Extraktion gibt dem Wein etwas Pures, ohne dabei jene Leichtigkeit, Finesse und Balance einzubüßen für die Zieregg bekannt ist.

Kleinstmengen die all unser Können und die Liebe zu diesem Landstrich ausdrücken. IZ ist also mehr als der bloße Versuch das Sortiment um eine Linie zu erweitern. Es ist die pure Konzentration der Lage Zieregg. Schöner und intensiver kann man Wein aus unserer Sicht nicht denken oder trinken. 

 

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